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STÖCKL LIVE 14 10 2026

„STÖCKL LIVE: Unter Druck – Wie Stress uns krank macht“ am 14.10.2026

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, immer schneller werden und noch mehr leisten zu müssen. Der Druck kommt aus dem Beruf, der Familie, den sozialen Medien sowie der ständigen Erreichbarkeit – und oft machen wir ihn uns selbst. Doch was passiert, wenn aus kurzfristigem Ansporn ein Dauerzustand wird? Wenn der Körper nicht mehr abschaltet, die Gedanken auch nachts kreisen und die ständige Erschöpfung schließlich krank macht?

In „STÖCKL live“ beleuchtet Barbara Stöckl die Mechanismen von Stress, Burn-out und Schlafmangel. Wie lange kann ein Mensch unter Druck funktionieren und woran erkennen wir die Warnsignale unseres Körpers? Welcher Hype steckt hinter dem Vagusnerv als Entspannungshelfer? Und warum wird etwas so Naturgegebenes wie erholsamer Schlaf für immer mehr Menschen zum Problem?

Unter debatte.orf.at oder der Telefon-Hotline 0800 22 69 45 haben die Zuseherinnen und Zuseher auch während der Sendung die Möglichkeit, Fragen direkt an Therapeutinnen und Therapeuten des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie zu stellen.

 

Expertinnen und Experten im Studio:

  • Dr. Siegfried Meryn, Leiter der „Bewusst Gesund“-Initiative im ORF und Gründer der Initiative „Nein zu krank und arm“
  • Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP)
  • Gerti Senger, Beziehungstherapeutin und Sexualexpertin
  • Melanie Pesendorfer, Schlafcoachin

 

Folgende Themen werden in der Sendung behandelt:

 

Stress und Burn-out

Erschöpfungsdepressionen können jeden treffen – das zeigen die Geschichten von Petra Bauer und Thomas Kerschhaggl. Die Wiener Schuldirektorin Petra Bauer brach nach Jahren der dauerhaften Überforderung zusammen. Der Salzburger Landwirt Thomas Kerschhaggl erkrankte durch Existenzängste, Preisdruck und den eigenen Perfektionismus an Burn-out. Expertinnen und Experten erklären, wo die Grenze zwischen gewöhnlichem Alltagsstress und ernsten Erkrankungen liegt, welche Rolle genetische Veranlagung sowie Zukunftsängste spielen und warum vor allem Frauen unter der ständigen mentalen To-do-Liste („Mental Load“) leiden.

 

Digital Detox und ständige Erreichbarkeit

Mit dem Smartphone tragen wir den Arbeitsplatz und die ganze Welt rund um die Uhr in der Hosentasche. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt zunehmend. Die ehemalige Influencerin Anna-Sophie Standl erlitt mit 30 Jahren einen Schlaganfall und zog radikale Konsequenzen. Im Studio berichtet sie über Smartphone-Sucht, das Phänomen „Doomscrolling“ und ihren Weg zurück zu digitaler Balance. Zudem wird diskutiert, ob gesetzliche Social-Media-Verbote für Jugendliche sinnvoll sind.

 

 

Sucht als Ausweg aus der Überforderung

Ob Alkohol, Medikamente oder soziale Medien: Stress ist einer der stärksten Auslöser für Suchtverhalten. Was kurzfristig Entlastung verspricht, führt oft in eine gefährliche Abhängigkeit. Der Autor Daniel Wagner erzählt seine persönliche Geschichte und berichtet, wie er anfänglich Alkohol als Mittel einsetzte, um mit enormem Druck und unangenehmen Gefühlen umzugehen, und wie daraus eine Sucht entstand. Im Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten wird beleuchtet, was bei Stress im Gehirn passiert und warum eine nachhaltige Suchttherapie immer auch beim gesunden Umgang mit Belastungen ansetzen muss.

 

Stress und Sexualität

Wenn der Kopf dauerhaft unter Druck steht, schwindet oft die Lust. Laut aktuellen Untersuchungen nimmt das Sexualleben vor allem bei jüngeren Generationen stark ab. Sexualexpertin Gerti Senger erklärt die neurologischen und psychologischen Ursachen von Libidoverlust, vergleicht geschlechtsspezifische Reaktionen und geht der Frage nach, ab wann Intimität selbst zum zusätzlichen Druckfaktor in einer Partnerschaft wird.

 

Der Vagusnerv – Wundernerv oder Hype?

Der sogenannte Vagusnerv gilt derzeit als die Geheimwaffe gegen Stress. Doch was kann die gezielte Stimulation des „Entspannungsnervs“ wirklich und was ist wissenschaftlich belegt? Betroffene erzählen von ihren Erfahrungen und Mediziner beleuchten, ob der Trend tatsächlich hält, was er verspricht, oder ob damit Ursachen von Überlastung nur überspielt werden.

 

Gedankenkarussell und Schlafstörungen

Nur rund 30 Prozent der Menschen in Österreich schlafen noch wirklich gut. Dauerhafter Schlafmangel belässt es nicht bei Müdigkeit, sondern begünstigt schwere körperliche und psychische Folgeerkrankungen wie Depressionen. Barbara Stöckl macht den Selbsttest und zeigt, was im Schlaflabor analysiert wird, ExpertInnen erklären, wie die innere Organuhr funktioniert, welche Schlaf-Mythen wissenschaftlich haltbar sind und was man tun sollte, wenn man um 3 Uhr morgens wach im Bett liegt.


 

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